Beinahe-Weltuntergang am 12. August 1883?

Autor: Michael Schneider

Es begab sich am 12. August 1883, als der Astronom José Bonilla, Direktor des Observatoriums in Zacatecas in Zentralmexiko, und sein Assistent etwas äußerst Rätselhaftes am Himmel beobachteten. Sie bereiteten gerade die Instrumente für Sonnenflecken-Aufnahmen vor, als urplötzlich zahlreiche Objekte die Sonnenscheibe durchquerten. Im Verlauf der folgenden Stunden sollen über 400 dieser “Scheiben”, wie sie Bonilla beschrieb, an der Sonne vorbei geflogen sein. Es gelang dem Astronom einige der Objekte mit seiner Kameraausrüstung zu fotografieren – und so wurden dies die ersten bekannten UFO-Aufnahmen der Geschichte.

Skeptiker machen Zugvögel für die Beobachtungen verantwortlich, aber der Zweifel an dieser Erklärung blieb bis zum heutigen Tage bestehen. Eine aktuelle Studie des Astronomen Hector Javier Durand Manterola von der Universidad Nacional Autónoma de México allerdings kommt nun zu dem Schluss, dass es sich bei dem Phänomen um die Trümmer des auseinandergebrochenen Kometen Pons-Brooks gehandelt hatte, der im selben Jahr von US-Astronomen entdeckt wurde. Aufgrund Bonillas Aufzeichnungen berechneten die mexikanischen Wissenschafter, dass Tausende zwischen 50 und 800 Meter große Bruchstücke maximal 8.000 Kilometer an der Erde vorüber geflogen sein dürften. Manche der Trümmer hätten sich sogar bis auf 600 Kilometer an unseren Planeten angenähert.

Sollten Manterola und seine Kollegen mit ihrer Annahme Recht behalten, dann ist die menschliche Zivilisation vor 128 Jahren nur knapp der Vernichtung entgangen.

Quelle: Cornell University

Diesen Artikel weiterempfehlen:
XING | Twitter | Facebook | Google+ | Delicious

Antwort schreiben

Suche

Schlagworte

Besucher

5 Besucher online

Rekord: 45 Besucher am
6. Februar 2012, 01:45 Uhr